Im Südosten Borneos etwas westlich der Stadt Balikpapan befindet sich eines der letzten intakten Regenwälder: die Wälder um den für die dort lebende Urbevölkerung heiligen Berg "Meratus". Hier leben noch etwa 350 Orangutan in freier Natur. Doch ist auch hier - wie in vielen anderen Regionen der Tropen - der Regenwald durch Abholzung akut bedroht. Die Balikpapan Forest Industries (BFI) hat bereits eine über hundert Kilometer lange Forststrasse in den Wald geschlagen und diverse Gebiete beidseits dieses Weges für ihre Nutzung abgesteckt. Aus diesem Grund wird die einzige Chance für die Rettung dieses artenreichen Regenwaldes in der Zusammenarbeit mit den Menschen gesehen, die im oder am Rande des Waldes leben. Um vor Ort mit den Einheimischen zusammenarbeiten zu können, wurde der indonesische Verein "Alas lou taka" (ALT) gegründet. Eine der Fundamente von ALT ist die Erkenntnis, dass eine der wesentlichen Ursachen der Regenwaldzerstörung in der Armut vieler Menschen begründet liegt. Neben den wirtschaftlichen Interessen weniger (Palmölplantagenbesitzer und Holzkonzessionäre), ist die Ursache des illegalen Holzeinschlages die Armut der an den Rand gedrängten, indigenen Bevölkerung rund um Meratus. Der Wald wird zerstört, damit die Dajakfamilien über den Verkauf des illegalen geschlagenen Holzes überleben können. Daher kommt der Armutsbekämpfung und der Entwicklung der Region, die von den Behörden stark vernachlässigt wird, eine entscheidende Bedeutung für den Schutz des Meratus- Regenwaldes zu. Notwendig ist eine intelligente Verknüpfung von Naturschutz und Entwicklung. Wichtig sind Kleinprojekte, die die Lebenssituation der Menschen verbessern, die am Rande der Wälder leben.
Eines dieser Projekte ist der Aufbau eines Gesundheitszentrums in Tanjung Soke, einer von 7 Dajak-Gemeinden, für die es bislang noch in keinster Weise medizinische Versorgung gegeben hat. Gestartet wird dieses Projekt in einem Zimmer des neu errichteten Gästehauses, später soll ein separates Gebäude in Landes typischer Bauweise folgen (Kostenpunkt hierfür ca. 3.000 €). Derzeit wird eine junge einheimische Dorfbewohnerin als Krankenschwester ausgebildet, die später die Station leiten soll. Für die ärztliche Versorgung konnte ebenfalls eine Ärztin gewonnen werden, die in einem etwa 14-tägigem Turnus das Gesundheitszentrum aufsuchen wird. Ihre Aufgaben werden die Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen, sowie die Behandlung von chronischen Erkrankungen und Kontrollen der Wundheilung sein. Gleichzeitig sind auf der Rückfahrt Krankentransporte ins Krankenhaus nach Balikpapan möglich. In den nächsten Jahren ist eine Vernetzung der Dajak-Gemeinden mittels UKW-Funk o.ä., sowie ein Konzept zur Notfall-Rettung in Planung. Bei Interesse an einer Patenschaft kontaktieren sie uns: kontakt@lebensraum-regenwald.de. Bitte teilen sie uns mit, welcher Name auf der Urkunde stehen soll. Nach Zahlungseingang auf unserem Vereinskonto versenden wir die Urkunde an die angegebene Adresse.
Wir wollen mit diesen Patenschaften vor Allem Abteilungen und Stationen von Krankenhäusern, aber auch alle anderen im Gesundheitswesen agierenden Praxen und Personen ansprechen, mit uns nicht nur einen unverzichtbaren Beitrag zum langfristigen Erhalt eines der letzten intakten Lebensräume für etwa 350 freilebender Orangutans und 900 Einwohner in 7 Gemeinden des indigenen Volkes der Dajak zu leisten, sondern auch unmittelbar zum Umwelt- und Klimaschutz beizutragen.