Samboja Lestari

seit Dezember 2005

 

Die Borneo Orangutan Survival Foundation (BOS International) schafft durch ein einzigartiges Aufforstungskonzept die vielleicht letzte Zufluchtstätte für Orang-Utans, Malaienbären und andere bedrohte Arten in Borneo. Die Fortschritte können Sie anhand von Satellitenbildern hier im Internet beobachten.

Der ehemals artenreiche Regenwald von Samboja Lestari wurde in den letzten Jahrzehnten rücksichtslos gerodet und abgebrannt. Nährstoffzehrendes Alang-Alang-Gras breitete sich flächendeckend aus. Zurück blieb eine ökologische Wüste. Doch schon heute kann man deutlich erkennen, dass dies nicht so bleiben muss - denn BOS schafft seit 2001 neuen Regenwald. Das Gebiet von über 17 Millionen m² wird durch ein innovatives Aufforstungs- und Schutzkonzept wieder in natürlichen Lebensraum verwandelt. Im tropischen Borneo wachsen Pflanzen um ein Vielfaches schneller als in Europa. Schon in wenigen Jahren können die ersten Orang-Utans im neuen Regenwald ausgewildert werden und die Freiheit mit anderen Tieren teilen. In Samboja Lestari ("ewiges Samboja") entsteht ein Naturschutzgebiet zum dauerhaften Nutzen für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Während der frühen Aufforstungsphase bauen die indonesischen Landwirte gewinnbringende Agrarprodukte zwischen den neu gepflanzten Bäumen an. Landwirtschaft und Aufforstung beeinflussen sich positiv durch viele Faktoren. Agrarprodukte schützen die jungen Tropenbäume vor dem Überwuchern mit Alang-Alang-Gras. Bäume verbessern die Bodenqualität und spenden Schatten. Früchte wie Papaya und Ananas werden den Bauern garantiert von BOS abgekauft, regional vermarktet oder dienen der Eigenversorgung. Allein für die Versorgung der Orang-Utans in der nahe gelegenen Rehabilitationsstation Wanariset werden rund 1.ooo kg Früchte täglich benötigt.

Um das Reservat wird ein Ring aus Zuckerpalmplantagen gepflanzt, von denen mehr als 65o Familien leben können. Der Ring ist gleichzeitig eine Feuerbarriere gegen Waldbrände. Ein innerer Schutzring aus dicht wachsenden, stacheligen Salakpalmen verhindert das Eindringen von Holzfällern und das Ausbrechen von Orang-Utans. Zur Finanzierung des Naturreservates wurde ein System zum symbolischen Landkauf entwickelt.

Das Samboja-Lestari-Reservat hat sich inzwischen von 17 Mio auf 18,84 Mio Quadratmeter vergrößert und ist nun vollständig in den Besitz der BOS Indonesien über gegangen. Inzwischen wurden mehr als 5oo.ooo Bäume (1.3o2 verschiedene Arten) gepflanzt. Die Biodiversität nimmt stetig zu. Man zählte 2007 mehr als 121 verschiedene Vogelarten, 9 Primatenarten, unzählige Insekten und Reptilien, sowie Zwerghirsche, Gürteltiere und Wildschweine. In Samboja Lestari sind mitlerweile 2.ooo Personen ansässig

Wir unterstützen das Projekt der BOS International zu 1oo% aus den Erlösen der Aktionen "Bäume für Samboja" und "Radeln für den Regenwald". Bis jetzt haben wir dafür 4.844,oo Euro zur Verfügung gestellt und "besitzen" nun symbolisch 1.614 qm

(Stand: 07.03.2009)

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