Isla Pintado

25.11. bis 26.11.2004

 

Isla Pintado/Kolumbien Irgendwie sind wir nun früh dran. Der Spritvorrat geht zur Neige und wir können deshalb nicht weiter den Atabapo hochfahren. Nach Samariapo zurück fahren lohnt sich nicht, da der Truck erst für Samstag bestellt ist. Wir beschließen also einen Erholungstag einzulegen und bleiben auf der Insel, auf der wir heute Nacht schon lagerten. Sie erinnert mich ein wenig an die Seychellen: schneeweißer Sand, große, kugelige Granitfelsen und das klare Schwarzwasser gibt dem Flußgrund ein Färbung in den unterschiedlichsten braunen Tönungen. Hinter den Sanddünen haben sich "Pools" gebildet, die sich in der Sonne auf nahezu Badewannentemperatur auf wärmen. Auf einem Grenzstein lesen wir: COLOMBIA - ISLA PINTADO. Den Tag verbringen wir mit essen, Angeln und Schwimmen. Wir probieren auch mit Bodos Spezialbeutel Foto- und Filmaufnahmen unter Wasser. Den Abend lassen wir mit einem Becher Rum in einem der Pools liegend ausklingen.

26.11.2004

Isla Pintado/Kolumbien Ein heftiges Gewitter reißt uns unvermittelt aus dem Schlaf. Der Regen prasselt so laut auf das Dach unseres Zeltes, daß das Donnern kaum mehr zu hören ist. Permanent wird die Nacht durch Blitze zum Tag erhellt und der Sturm zerrt wie wild am Zelt. Doch wir haben mehr Glück als unser Guide Crapi, der einen massiven Wassereinbruch hinnehmen muß. Auch Hilario muß durch Planen verhindern, daß zu viel der waagerecht vom Himmels stürzenden Wassermassen in Bongo gelangt. Gegen Mittag ist unser ganzes Equipment wieder trocken und wir machen uns wieder auf den Weg nach San Fernando, wo wir wieder unsere Hängematten auf der Veranda bei Alvaros ehemaligen Geschäftspartner aufhängen.

Sonnenuntergang San Fernando Aus der Stadt dröhnt Lateinamerikanische Musik zu uns herüber und Bodo und ich beschließen hinüber zu gehen, um zu sehen, wie man hier am A.d.W. zu feiern pflegt. Hilario begleitet uns. Aus nahezu allen Häusern schallt es nach Salsa, Rumba und Merenge. In einer kleinen Straße haben die Bewohner eine haushohe Musikwand aufgebaut, doch Hilario, den hier wirklich jeder kennt, bringt uns noch von einem Ort zum anderen, bis wir schließlich in einer Diskothek hängen bleiben. Dort treffen wir Paolo, einen Spanischen Langzeittouristen, der sich riesig freut, nach so langer Zeit wieder Europäer zu treffen. Er will noch weiter in den Süden kommen und bei Manaus dem Amazonas hinauf nach Roland vor dem Haus der Fundacomun Peru folgen und weiter über Ecuador nach Nicaragua und von dort wieder nach Hause. Erst um 3:00 Uhr morgens machen wir uns nach einigen Polar light auf den Heimweg.

Noch etwas müde von der Nacht nehmen wir unseren Kaffee im Atabapo schwimmend zu uns, bevor wir nun zu unserer letzten Etappe nach Pto. Ayacucho auf machen. Nach den Kontrollen bei der Guardia Nacional und der Armee geht es zügig flußabwärts. Der breite Fluß bietet nichts mehr Neues und so holen wir auf den Bänken unseres Bootes noch etwas Schlaf der vergangenen Nacht nach. Gegen 16:00 Uhr erreichen wir Samariapo, wo der Truck schon auf uns wartet. Nach einer Stunde ist das Bongo entladen und wir treten die letzten Kilometer unserer Reise auf der Ladefläche eines Lkws an. Im Campamento erfahren wir dann, daß Mario gerade mit einer Gruppe nach Sta. Elena unterwegs ist. Telefonisch erfahre ich dann von ihm, was alles bezüglich des Piaroa-Museums geschehen ist.